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Edelkrebse in Deutschland / Ecrevisses contre écrevisses…

In der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in der Spree und ihren Altarmen und Abzweigungen jede Menge Edelkrebse. Der Verkauf von Edelkrebsen war ein sehr wichtiger Wirtschaftszweig für die deutsche Bevölkerung. Das Fleisch der Krebse wurde nach Frankreich, England und in andere europäische Staaten verkauft, mit der Zeit wurde Deutschland zum wichtigsten Exporteur für Edelkrebse. Doch eines Tages wurden amerikanische Flusskrebse, die mit der sogenannten Krebspest (einer Pilzerkrankung) infiziert waren in der Spree ausgesetzt. Diese Krebspest breitete sich innerhalb kürzester Zeit aus und die Edelkrebse starben nahezu aus. Bis heute sind die Edelkrebse vom aussterben bedroht und es gibt nur noch wenige Exemplare in freier Wildbahn. Das wieder ansiedeln von Edelkrebsen ist nicht möglich, da heute immer noch zahlreiche infizierte Flusskrebse in der Havel und anderen deutschen Gewässern leben.

Guirec und Fares